ARCHIV

"Wir bieten Erlebnisauftritte"

 

Vor knapp zwei Jahren hat Uwe Heß gemeinsam mit Thorsten Dreißigacker die Leitung der Kapelle übernommen - seither hat sich einiges geändert.

 

In erster Linie sorgt Achim Bless für frischen Wind. Er tobt sich nicht nur am Schlagzeug aus, sondern greift auch zum Mikrophon. "Wir bieten Erlebnisauftritte", nennt Uwe Heß die neue Richtung. Damit wolle man sich vor allem auch einem jüngeren Interessentenkreis öffnen. Denn eines plagt den 111 Jahre alten Musikzug bereits seit einiger Zeit: Nachwuchssorgen.

 

Zurzeit zählt die der Herscheider Musikzug 17 aktive Mitglieder. Die Altersspanne reicht dabei von 16 bis 82 Jahre. Die Mischung stimme, der Zusammenhalt auch. Doch die Altersstruktur sei bedenklich. Um den Musikzug zukunftsfähig zu machen, sind jüngere Mitglieder notwendig. Bisherige Werbeversuche waren von lediglich von überschaubarem Erfolg gekrönt. Doch Uwe Heß gibt nicht auf; er wünscht sich beispielsweise eine Kooperation mit der Rahlenbergschule oder mit dem Herscheider Jugendzentrum.

 

Dass die musikalische Neuausrichtung der richtige Weg ist, davon kann man sich bei den Auftritten überzeugen. Das Publikum beim Räriner Bergfest war derart begeistert, dass es den Musikzug gar nicht wieder gehen lassen wollte. Etliche Zugaben sorgten für eine das Konzert von vier Stunden Länge. Die Stimmung sei einfach phänomenal gewesen. "Davon waren wir selbst überrascht", gesteht der Dirigent. Seither ist das Interesse am Musikzug ständig gestiegen; die Anfragen häufen sich.

(24.12.2011)

 

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr hatte bei seiner Heiligabend-Rundtour durch Herscheid eine neue Station – und zwar nicht zuletzt wegen Marvin Schädle, Josefine Horn, Jan Hendrik Burda und Lorena Grothe. Friseur Michael Bubert hatte die Musiker vor sein Geschäft zum Weihnachtsständchen geladen und eine Spende für den Nachwuchs überreicht.

Die vier Kinder feierten Weihnachten in diesem Jahr ganz anders als bisher. Während andere vor lauter Vorfreude auf die Bescherung den ganzen Tag nicht stillsitzen konnten, waren sie mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr in ganz Herscheid unterwegs, um Weihnachtslieder für die Leute zu spielen.

Kampf gegen eisige Hände

„Bis zur Pause“, lächelte Musikzug-Leiter Uwe Heß. Ungemütlich und kalt sei es schon für die gestandenen Musiker. Die vier kleinen Bläser hatten noch mehr mit eisigen Händen zu kämpfen – Trompeten sind ja auch noch aus kaltem Metall.

 

„Für die vier ist das heute auf jeden Fall ein Erfolgserlebnis“, war Heß überzeugt. Marvin wird erst seit zwei Monaten unterrichtet, ist aber mit seiner kleinen und leichten Taschentrompete schon nach so kurzer Zeit so weit, dass er mitspielen kann. Das fand Michael Bubert so toll, dass er den Musikzug für nächstes Jahr erneut eingeladen hat.

 

„Angefangen hat das mit Josefine“, erinnerte sich Dirigent Heß. Wenn andere Kinder sähen, dass schon Kinder bei der Feuerwehr mitspielten, dann würden sie sich auch eher trauen. Josefine war die erste und hat die Jungs mitgezogen. „Es hat uns bereits ein Vater gefragt, ob sein Sohn nicht auch mitmachen kann“, freute sich Heß.

 

Eben ein Erlebnis, der erste Auftritt vor Publikum und dann auch noch draußen. „Die Eltern sind natürlich super“, sagte Heß. Marvins Vater beispielsweise komme zu jeder Station mit. Und auch für die erfahrenen Musiker ist das Spielen ein besonderer Teil des Weihnachtsfestes, der einfach zum Heiligabend dazu gehört.

 

(Foto/Text: derwesten/Hendrik Schulz)

„In Herscheid spielt die Musik"

Im Rahmen des 30. Jubiläums-treffens der Feuerwehrmusikzüge und Spielmannszüge des Märkischen Kreises feierte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Herscheid seinen 111. Geburtstag. "Der Hallenboden wird beben", versprach Uwe Heß, Dirigent des veranstaltenden Herscheider Musikzuges.

Und tatsächlich: Rund 250 Musiker, zehn Musikkapellen aus dem gesamten

Märkischen Kreis - davon drei Blasmusikzüge und sieben Spielmannszüge - sowie 27 Musikstücke - all dies lockte am 27. März zur Frühschoppenzeit rund 300 Besucher in den Gemeinschaftssaal nach Herscheid. (27.03.2011)

„In Herscheid spielt die Musik“, hieß Bürgermeister Uwe Schmalenbach Musiker und Zuhörer willkommen und gratulierte dem Feuerwehrmusikzug Herscheid zum 111. Geburtstag. Die verjüngte Führungscrew habe großen Erfolg mit einem neuen Konzept. "Wir bieten Erlebnisauftritte", nennt Uwe Heß die neue Richtung. Damit wolle man sich vor allem auch einem jüngeren Interessentenkreis öffnen. Denn eines plagt den 111 Jahre alten Musikzug bereits seit einiger Zeit: Nachwuchssorgen. Zurzeit zählt der Herscheider Musikzug 17 aktive Mitglieder. Die Altersspanne reicht dabei von 16 bis 82 Jahre. Die Mischung stimme, der Zusammenhalt auch. Doch die Altersstruktur sei bedenklich. Um den Musikzug zukunftsfähig zu machen, sind jüngere Mitglieder notwendig. Bisherige Werbeversuche waren von lediglich von überschaubarem Erfolg gekrönt. Doch Uwe Heß gibt nicht auf; er wünscht sich beispielsweise eine Kooperation mit der Schule oder mit dem Jugendzentrum.

„Musikzüge sind kein Überbleibsel aus alter Zeit, als die Züge noch zum Antreten und Wasser Marsch bliesen.“ Heute stehe Feuerwehrmusik für Jugendarbeit und Musikkultur. Feuerwehrkapellen seien ein wichtiger Bestandteil im Kulturleben des Märkischen Kreises, betonte auch Landrat Thomas Gemke. Der Märkische Kreis sei landesweit ein Markenzeichen für diese Musik und habe die größte Dichte an Musikzügen.

 

Seit 30 Jahren treffen sich die Spielmannszüge der Feuerwehren des Märkischen Kreises einmal im Jahr zum gemeinsamen Spiel. Was früher als Übungstreffen galt, ist heute ein Kameradschaftstreffen und gleichzeitig für die Zuhörer ein imposantes Blasmusik-Konzert. Jedes Ensemble spielte zwei Stücke aus eigenem Repertoire.

Alle Musiker standen mehrfach als großes Blasorchester mit beeindruckendem Gesamtklang aller Instrumente unter der Leitung von Kreisstabführer Andreas Paschen vor dem Publikum und sorgten dabei gleich zu Beginn mit dem „Kronprinzenmarsch“ für Vorfreude auf einen Sonntag voller Musik. Gemeinsam brachten die Musikanten auch den „Ruetz-Marsch“, „Westfalen-Gruß“, „Regimentsgruß“ und „In die weite Welt“ zu Gehör.

 

Zum Auftakt hatte der Musikzug Herscheid zwei wundervolle Musikstücke gewählt und perfekt vorgetragen. Mit „La Gondola“ -Beguine, rhythmisch mit viel Schlagzeug dargeboten, wurde dieses karibisch angehauchte Stück mit spürbarer Spielfreude präsentiert. Gefolgt von „Kometenflug“, dem Lieblings-marsch des Jubiläums-Corps. Der aus vielen Teilen von Soloinstrumenten abwechslungs-reich zusammengesetzte, im Mittelteil melodisch fast gesangliche Marsch, endete begeisternd mit der Zusammenführung aller Solo- Stimmen. Als der Musikzug Hemer „Schön ist es auf der Welt zu sein“, spielte, sangen und klatschten viele Zuhörer mit. Die versierten Musiker, darunter viele junge Leute, unterhielten mit bekannten klassischen und modernen Blasmusikwerken.

Zu Gehör gebracht wurden Märsche wie „Erzherzog Albrecht“, „Conel Bogey Marsch“, „Freiweg“ oder Abba-Potpourris. Über 250 Instrumentalisten sorgten mit manchmal dezenten, oft auch tongewaltigen Musikstücken für einen Hörgenuss und zeigten, wie schön Feuerwehrmusik sein kann, wenn sie gekonnt dargeboten wird.

 

Die Ensembles wetteiferten mit flotter Musik um die Gunst der Zuhörer und die genossen einfach nur. Nach dem Konzert ließ der Musikzug Herscheid die Veranstaltung mit Frühschoppenmusik ausklingen. Der Nachmittag endete mit viel Beifall, die Akteure dankten mit drei Zugaben.

 

Fotos: Monika Wiegelmann

 

Weihnachtliche Klänge im dichten Schneetreiben

(26.12.2010)

 

Während ein Großteil der Herscheider noch Geschenke einpackt und ein leckeres Weihnachtsessen vorbereitet, laufen sie durch das Dorf und spielen die schönsten Weihnachtslieder auf Trompete, Posaune & Co.: Die Mitglieder des Feuerwehr-Musikzuges ließen sich auch vom Schneegestöber nicht davon abhalten an zwölf Stationen weihnachtliche Stimmung zu verbreiten.

 

Schon am traditionellen Start des Rundganges, am Hotel „Zum Adler“, belohnten die dick eingepackten Zuhörer 18 Musikanten mit großem Applaus. „Dass der Musikzug auch bei diesem Wetter spielt, verdient großen Respekt“, waren sich die Herscheider einig.

Tuba eingefroren

 

Über 20 Jahre lang hat der Feuerwehr-Musikzug nicht mehr so ein Schneetreiben an Heiligabend erlebt. „Es ist so kalt, dass sogar schon einige der großen Blasinstrumente wie die Tuba eingefroren sind“, so Leiter des Musikzuges Uwe Hess.

Aber von diesen Hindernissen ließen sich die Musikanten nicht abschrecken. „Für mich ist ein Heiligabend ohne den Feuerwehr-Musikzug kein richtiger Heiligabend. Das Vortragen von Liedern gehört zum 24. einfach dazu“, so Hess. Von Ort zu Ort fuhren die Bläser mit vollbeladenen Bullis bis sie um sechs abends ihre letzten Lieder am Feuerwehrgerätehaus Bahnhofsstraße anstimmten.

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Dringend sucht der Feuerwehr-Musikzug Nachwuchs für seine weihnachtlichen Ständchen. „Denn ohne Musikanten können wir unsere seit 1950 laufende Tradition auf Dauer nicht fortsetzen“, machte Hess klar.

Einige Anekdoten aus dem Vereinsleben

In der Generalversammlung vom 16.05.1901 wurde festgesetzt

"Wenn ein Mitglied bei einer Musikaufführung fehlt, so erhält es für das erste Mal eine Strafe von 25 Pfennig. Jedes folgende Mal erhöht sich dieselbe um 25 Pfennig. Wenn ein Mitglied betrunken wird, so wird ihm als Strafe das Honorar nicht ausbezahlt. Weiterhin wurde beschlossen, dass von 4 Mark 50 Pfennig, und von 5 Mark 1 Mark abgegeben werden sollen, um die Ausgaben bestreiten zu können“.

 

Sagenhaft sind die Eintragungen im Kassenbuch aus dem Inflationsjahr 1923. Der Auftritt beim Turnverein Hüinghausen erbrachte einen Betrag von 900.000,00 Mark. Abgeschlossen wurde das Jahr mit einer Einnahme von 165.254.552,25 Mark. Demgegenüber standen die Ausgaben von 117.884.710,00 Mark. Verblieb ein Rest von 47.369.842,25 Mark.

 

Bereits seit 1950 werden am Heiligen Abend im Ortsbereich Weihnachtslieder geblasen. Von 1953 – 1955 übernahm der Ev. Posaunenchor diese schöne Aufgabe, dass der Musikzug zu dieser Zeit etwas schwach besetzt war. Aber die Bläser waren zum größten Teil dieselben, weil sie im Musikzug und im Posaunenchor bliesen.

 

Vom Musikzug wird diese schöne Geste bis heute beibehalten. Seit vielen Jahren bereits gehen die Musikerinnen und Musiker in zwei Gruppen durch den Ort und spielen in 6 Stunden an über 90 Stellen Weihnachtslieder.

 

Anfang 1953 verzichteten die 5 Löschgruppen der Feuerwehr Herscheid auf ihren jährlichen Zuschuss von der Gemeinde zugunsten des Musikzuges, der dadurch neu eingekleidet werden konnte. Endlich war man den so genannten „Vatermörderkragen“ (Stehkragen) los, musste aber jetzt Krawatte tragen.

 

Am 13.06.1953 musste der Musikzug für einen verstorbenen Feuerwehrkameraden eine Beerdingung von Anschlag nach Halver spielen. Zum ersten Mal wurde man in der neuen Uniform nass, denn es regnete die ganze Zeit in Strömen. Wie die weißen Hemden danach aussahen kann sich jeder sicher ausmalen, denn die blaue Uniform hatte damals auch noch reichlich rote Biesen und die Farben waren noch nicht Wasserfest. Nach einem Imbiss in Halver ging es dann zurück zur Ortschaft Bommern und mit Marschmusik (war damals so üblich) in den Ort hinein bis in die Gaststätte. Dort sagte einer der Feuerwehrkameraden: „Freät und supet und wann et en Kalf kostet.“

Am 14.11.1964 spielte der Musikzug in Hunswinkel in der Listerhalle für den Fischerverein Lüdenscheid. Außer uns trat dort u.a. auch eine „Drei-Mann-Band“ auf. Der Sänger hieß Heinz Georg Kramm. Die Band gibt es wohl nicht mehr, wohl aber den Sänger, es ist „Heino“.

 

Vom 11.bis 13. Juni 1982 spielte der Musikzug als Hauptkapelle bei der 100 Jahr Feier der Freiwilligen Feuerwehr in Groß- Felda im Vogelbergkreis. Eine Verbindung zu dem dortigen Posaunenchor bestand und besteht schon seit dem Jahr 1963.

 

Ein unvergessenes Erlebnis war für alle Musikerinnen und Musiker das Ständchen am 25. Juni 1982 in Herscheid Wellin, für den Bundespräsidenten Karl Carstens  und seiner Frau Veronika, anlässlich ihrer Sauerlandwanderung.

 

Es wurde aber nicht nur musiziert, sondern auch die Kameradschaft wurde gepflegt. So wurden mit den Partnern unter anderem dreitägige Wochenendfahrten nach Prag, zur Mosel, zum Chiemsee, in den Schwarzwald, zum Plöner See, in den Bayrischen Wald und zum Rennsteig im Thüringer Wald durchgeführt. Auch wurde jedes Jahr ein Mettwurstessen oder in den letzten Jahren ein Familienwandertag mit Kind und Kegel veranstaltet.

 

Auf folgenden Schützenfesten wurde regelmäßig gespielt:

 

-        Herscheider Schützenfest von 1951 bis 1971 = 20 Jahre

-        Bürgerschützenfest Lüdenscheid von 1957 bis 1986 = 31 Jahre

-        Lüdenscheider Schützengesellschaft von 1959 bis 1982 = 23 Jahre

 

Dazu kamen noch einzelne Schützenfeste in Valbert, Kierspe, Rahmede, Versetal, Werne a.d. Lippe (3 Mal) und auch noch einmal in Herscheid (1976 als Hauptkapelle) und beim Bürgerschützenfest Lüdenscheid (1953) 25 Jahre lang wurden die Teilnehmer des Volkwandertages des SGV Herscheid nachmittags in der Gemeinschaftshalle musikalisch unterhalten.

 

Viele Jahre lang wurden auch die Fronleichnamsprozessionen in Herscheid und Plettenberg, heute in Listerscheid, sowie die Allerheiligenandacht auf dem Kath. Friedhof in Plettenberg (diese bis zum heutigen Tage) musikalisch begleitet. Ebenso die Feierstunde zum Volkstrauertag in Herscheid.

16.04.18

11:18 Uhr

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